|
...Was ließe sich noch erzählen? Vieles und nichts. Es liegen fast 15 Jahre fröhlicher, anstrengender, liebevoller Arbeit mit vielfältigen Auseinandersetzungen hinter uns, den fest angestellten Mitarbeiterinnen Katrin Beck und mir, den vielen Praktikantinnen und Praktikanten und den zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die hier für wenig oder kein Honorar mit ganzem Herzen und allem Können sich den Kindern und Jugendlichen und der Pflege guter Kontakte und nachbarschaftlicher Beziehungen im Sozialraum gewidmet haben und widmen. Auch den Anwohnern im Kiez sind wir bekannt. Bestes Beispiel ist die gemeinsam gestaltete Sanddüne auf der bisher ungenutzten Fläche neben der Kinderfreizeiteinrichtung, die mit Strandhafer und Sanddorn bepflanzt, zum Verweilen für klein und groß einlädt.
Ich erinnere mich an unsere Theaterproduktion „Abendmahl, das letzte Gericht“. Dieses Stück war komplett selbst erarbeitet worden, angefangen bei der Story über die Charaktere bis hin zur Botschaft, die die damals 10 Jahre alte Theatergruppe der Welt mitteilen wollte: Lebe Deine Träume, denn sie verändern Deine Wirklichkeit! Eine Gesellschaft muß träumen, um zu überleben!
Lange schon spielen die Jugendlichen der Theatergruppe „TiPanik“ ohne das „So-nett“ weiter Theater, ohne mich, die ich diese Gruppe über einen langen Zeitraum begleitete. Ich habe mich überflüssig gemacht - eben Jugendsozialarbeit oder Jugendkulturarbeit oder soziale Kulturarbeit?
Aber das ist ein anders „Sich-überflüssig-machen“ als jetzt mit der Streichung der Stellen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller kommunalen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen unseres Bezirkes geplant ist.
Katrin Becker
Leiterin der Kinderfreizeiteinrichtung „So-nett“
|